Skip to main content

Die Holzleiter – der Leiter-Klassiker schlechthin

Eine Holzleiter ist so etwas wie die Urform einer Leiter. Schon in der Bronzezeit und natürlich erst recht in der frühen Antike haben Menschen Leitern aus Holz gefertigt, um Höhenunterschiede auszugleichen oder nur schwer zugängliche Stellen erreichen zu können. Mit ihnen wurde gewissermaßen das Prinzip einer Leiter definiert: Zwischen zwei gleich langen Seitenholmen werden in bestimmten Abständen Sprossen angebracht, auf die man treten und damit in die Höhe steigen kann. Der besondere Vorteil von Holz war und ist natürlich, dass es problemlos verfügbar und relativ leicht zu bearbeiten ist. Vor allem aber hat Holz und damit auch die daraus gefertigte Leiter ein relativ geringes Gewicht – ein Umstand, der den Transport und das Hantieren mit der Leiter enorm erleichtert. Was für die Antike galt, gilt deshalb auch noch heute: Eine Holzleiter ist ein einfaches, dennoch universal einsetzbares Arbeitsgerät, das geradezu simpel gehandhabt werden kann und dennoch vielfältige Verwendungsmöglichkeiten bietet.

Direkt zu den Holzleiter Tests

Holzleiter Hymer Sprossenstehleiter

Holzsprossenstehleiter Hymer

Formen und Bauweise – eine kleine Holzleiterkunde

Der definitive Klassiker auch unter den Holzleitern ist natürlich die weit verbreitete Sprossenanlegeleiter. Das Prinzip dahinter ist schnell erklärt: Die Leiter erhält ihre Stabilität bzw. Standfestigkeit ganz einfach dadurch, dass sie beispielsweise gegen eine Wand, einen Baum oder gegen was auch immer gelehnt wird – einfacher und unkomplizierter geht es schlichtweg nicht. Selbstverständlich gibt es die Anlegeleiter längst auch als sogenannte Ausziehleiter, mit der sich bequem eine noch größere Höhe erreichen lässt. Am simplen Grundprinzip ändert diese Konstruktion freilich nichts.

Etwas komplexer ist da im Vergleich schon die Sprossenstehleiter. Bei dieser Form einer Holzleiter, werden zwei gleich große Leiterteile miteinander stabil verbunden, so dass sie ein Dreieck bilden. Der große Vorteil dabei ist natürlich, dass die Leiter von ganz alleine stehen kann und nirgends angelehnt werden muss. Ideal ist diese Leiterform beispielsweise, wenn es darum geht, Arbeiten mitten im Raum etwa an der Zimmerdecke zu verrichten, wo in der Regel überhaupt keine andere Möglichkeit besteht, die Leiter zu stabilisieren bzw. ihr Standfestigkeit zu verleihen.

Die beiden oben beschriebenen Leiterformen haben gemeinsam, dass die Holme bei ihnen parallel zueinander geführt werden. Vor allem im Gartenbereich und hier in erster Linie bei den sogenannten Obstbaumleitern gibt es allerdings die Variante, dass die Holme der Leiterkonstruktion spitz zulaufen und die Sprossen mit steigender Höhe schmaler werden. Der Vorteil dieser Bauweise liegt auf der Hand: Durch die sich nach oben verjüngende Bauweise wird in der Höhe weniger Platz benötigt – Platz, der in einer stark verästelten Baumkrone unter Umständen sowieso nicht vorhanden wäre. Gerade bei den Baumleitern ist darüber hinaus noch so etwas wie eine Sonderform der Stehleiter zu finden. Statt zwei gleichen Leiterelementen werden hier ein Element und eine gerade verlaufende Stütze miteinander kombiniert. Auch dabei erreicht die Leiter von ganz alleine die nötige Standfestigkeit und muss nicht angelehnt werden, allerdings wird dafür eine geringere Standfläche bzw. weniger Raum benötigt. Neben der Ernte wird diese Leiterform deshalb auch gerne beim Baumschnitt verwandt.

Die besonderen Vorteile einer Holzleiter und worauf man achten sollte

Eines der zentralen Argumente, das für die Anschaffung einer Holzleiter spricht ist natürlich ohne Frage ihr verhältnismäßig geringes Gewicht. Gerade beim Handling der Leiter spielt das eine nicht zu unterschätzende Rolle. Darüber hinaus ist eine Holzleiter freilich auch enorm pflegeleicht und in den meisten Fällen auch sehr robust. Nicht außer Acht lassen sollte man auch, dass eine Holzleiter schon des verwendeten Materials wegen durchaus einen Beitrag zur viel beschworenen Nachhaltigkeit leistet – Bäume und damit der Grundstoff für die Leiter wachsen nach. Sie wird außerdem mit einem im Vergleich zu aus Metall gefertigten Leitern auch noch mit einem relativ geringen Energieaufwand hergestellt. Dass eine Holzleiter schlussendlich auch noch optisch etwas hermachen kann, sollte man ebenfalls nicht ganz außen vor lassen.

Freilich tut man gut daran, sich die Leiter vor dem Erwerb genau anzuschauen. Wichtig ist vor allem die Stabilität und Trittfestigkeit der Sprossen. Nach Möglichkeit sollte man nur eine Leiter kaufen, bei der die Sprossen aus Hartholz bestehen. Das ist zwar keine hundertprozentige Garantie gegen das Durchbrechen der Sprossen, gewährleistet aber dennoch ein hohes Maß an Sicherheit. Des weiteren kommt es ganz entscheidend auf die Verbindungen zwischen den Sprossen und den Holmen an. Logisch, ein Ausbrechen könnte schließlich dramatische Folgen haben. Zu empfehlen ist hier ohne Wenn und Aber eine sogenannte Sicherheitsverzapfung in Kombination mit Fingerzapfen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in Bezug auf die eigene Sicherheit ist schließlich die Frage, ob die Sprossen glatt oder geriffelt sind. Letzteres sollte eigentlich grundsätzlich der Fall sein, um ein Abrutschen zu verhindern. Last but not least sollte die Holzleiter mindestens geölt, am besten aber wetterfest lackiert bzw. behandelt sein. Holz ist bekanntlich ein Naturprodukt, das insbesondere auf Nässe reagiert. Will man lange Freude an seiner Holzleiter haben, sollte sie deshalb auch witterungsbeständig sein.

Eine Holzleiter kaufen – warum nicht beim Leitermacher?

Holzleitern gibt es in großer Auswahl im Handel. Sie können für relativ wenig Geld erworben werden. Günstige Leitern sind zumeist industriell im Ausland gefertigt worden. Wer es persönlicher mag und alte Handwerkskunst zu schätzen weiß, sollte seine Leiter bei einem Leitermacher vor Ort kaufen. Da gibt es nicht nur eine ausführliche Beratung, vielmehr besteht auch die Möglichkeit ein individuelles und eigenständiges Modell bauen zu lassen.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *